Zahl der Einbürgerungen in Deutschland

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 332.500 Menschen eingebürgert. Das sind 14 Prozent mehr als 2024. Viele der Eingebürgerten waren Syrer. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Einbürgerungen gestiegen.

2025 wurden 332.500 Menschen in Deutschland eingebürgert, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: rund 292.000 Einbürgerungen). Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung Nr. 186 vom 3. Juni 2026; Einbürgerungsstatistik, Tabelle 12511-18: "Einbürgerungen 2018 bis 2025 nach Ländern", LINK

Etwa jede fünfte Einbürgerung war von syrischen Staatsangehörigen (rund 65.600 Menschen). Die Zahl der Einbürgerungen von Syrer*innen sank um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung Nr. 186 vom 3. Juni 2026; Einbürgerungsstatistik, Tabelle 12511-19: "Einbürgerungen 2018 bis 2025 nach bisheriger Staatsangehörigkeit", LINK

Die häufigsten Herkunftsländer der Eingebürgerten im Jahr 2025 waren:

  • Syrien: Rund 65.600 Einbürgerungen (minus 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)
  • Türkei: Rund 34.100 Einbürgerungen (plus 51 Prozent)
  • Russland: Rund 19.700 Einbürgerungen (plus 51 Prozent)
  • Irak: Rund 13.800 Einbürgerungen (plus 2 Prozent)
  • Afghanistan: Rund 10.900 Einbürgerungen (plus 8 Prozent). Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung Nr. 186 vom 3. Juni 2026; Einbürgerungsstatistik, Tabelle 12511-19: "Einbürgerungen 2018 bis 2025 nach bisheriger Staatsangehörigkeit", LINK

Die Eingebürgerten waren durchschnittlich 32 Jahre alt und lebten zuvor im Schnitt 12,4 Jahre regulär in Deutschland (2024: 11,8 Jahre). Die Aufenthaltsdauer unterscheidet sich je nach Nationalität deutlich: Bei Syrer*innen waren es im Schnitt rund 8 Jahre, während Türkeistämmige vor der Einbürgerung durchschnittlich 24 Jahre in Deutschland lebten. Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung Nr. 186 vom 3. Juni 2026; Tabelle 12511-19: "Einbürgerungen 2018 bis 2025 nach bisheriger Staatsangehörigkeit", LINK

Bundesländer

Während 2024 die Zahl der Einbürgerungen überall stieg, ging sie 2025 in vielen Bundesländern zurück. In Bremen sank sie um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Hessen um 19 Prozent. Zugenommen hat sie besonders in Berlin (plus 79 Prozent) und Thüringen (plus 40 Prozent). In absoluten Zahlen gab es die meisten Einbürgerungen in Nordrhein-Westfalen (rund 76.200), Bayern (rund 59.600) und Baden-Württemberg (rund 39.800). Einbürgerungsstatistik, Tabelle 12511-18: "Einbürgerungen 2018 bis 2025 nach Ländern", LINK

1.200 Einbürgerungen zurückgenommen

Neu-Eingebürgerte können die deutsche Staatsangehörigkeit innerhalb der ersten zehn Jahre wieder verlieren - etwa, wenn sich herausstellt, dass sie im Einbürgerungsverfahren falsche Angaben gemacht haben oder die deutsche Staatsangehörigkeit durch Täuschung oder Bestechung erhielten ( §35 StAG ). Die Staatsbürgerschaft kann auch zurückgenommen werden, wenn die Betroffene dadurch staatenlos wird. Bei etwa 1.200 Personen wurde die erteilte deutsche Staatsangehörigkeit zwischen 2020 und 2025 (Dezember) wieder zurückgenommen. Angaben des Bundesinnenministeriums auf Anfrage des Mediendienstes

Wie viele Menschen haben einen Antrag auf Einbürgerung gestellt? Und wie lange dauert die Bearbeitung in den Behörden? Zahlen und Fakten zu anhängigen Einbürgerungsverfahren in mehreren deutschen Städten finden Sie in unserer Recherche (2026).